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Mit dem Wohnmobil von Deutschland bis Portugal: Unsere Stopps auf der Route

Startschuss – Es geht los mit unserer Europareise. Und dem Leben im Wohnmobil! Um dem Winter zu entkommen, werden wir in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten immer weiter Richtung Süden fahren.

Ursprünglich hatten wir geplant schon früher los zu fahren, irgendwann im Oktober. Daraus wurde dann leider nichts und so sind wir ein wenig verspätet Anfang November endlich mit unserem fahrenden Zuhause losgedüst.

Unsere ursprüngliche Idee war Anfangs eigentlich eher Süd-Ost-Europa. Doch dort wird es wesentlich schneller ungemütlich im Herbst, und im Winter schneit es manchmal selbst in Griechenland. Was also tun? Zuerst ab nach Portugal – dem Paradies für Überwinterer. Wir sind schon gespannt, wie es dort wird, und ob wir neben hunderttausenden Rentnern wohl auch ein paar Menschen in unserem Alter im Wohnmobil treffen werden…

Auch wenn die Strecke bis nach Portugal theoretisch Monate dauern könnte, schließlich gibt es auf dem Weg dorthin unzählige schöne Orte. Doch der Winter sitzt uns einfach zu sehr im Nacken und so haben wir beschlossen direkt recht zügig runterzufahren. Da man auf der Strecke natürlich auch ein paar Übernachtungen einplanen muss, stelle ich euch hier unsere Stopps auf der Route vor.

Diesen Artikel werde ich in den kommenden Tagen und Wochen immer mal wieder aktualisieren und vervollständigen. Mit jedem neuen Stopp auf unserer Reise kommen also neue Infos von unterwegs dazu.

 

 

1. Stopp: Senlis bei Paris (Frankreich)

Nach ca. 6 Stunden Fahrt von NRW bis nach Frankreich wollten wir uns den (Verkehrs-)Stress rund um Paris lieber für den nächsten Tag aufheben und haben so beschlossen in der Kleinstadt Senlis zu übernachten. Die Stadt liegt ziemlich direkt an der A1 und ca. 40 km nördlich von Paris.

Über die App Park4night, die ich jetzt schon liebe, haben wir einen genialen Parkplatz gefunden, wo wir uns entspannt hinstellen konnten. Da wir dort angekommen sind, als es gerade dunkel wurde und dort auch nur die Nacht verbracht haben, kann ich über die Stadt nicht viel berichten. Doch Senlis ist definitiv ein super Übernachtungsziel, weil es eine schöne Altstadt hat, durch die man auch am Abend noch ein wenig durchschlendern kann. Für uns war es besonders praktisch, dass ganz in der Nähe viele Parks und Spaziermöglichkeiten waren, so konnte sich Marrón vor und nach der Fahrt ein wenig austoben.

Stellplatz: Parkplatz in Senlis
Gefunden: Mit der App Park4Night
Kosten der Übernachtung: 0,00 €
Praktisch: Historische Innenstadt in 5 Minuten zu Fuß erreichbar, leckerer Bäcker ebenfalls nur 5 Minuten zu Fuß, ringsum viel Parks und Wege zum Spazieren mit dem Hund

2. Stopp: Mortagne-Sur-Gironde (Frankreich)

Diese Gemeinde mit nicht mal 1000 Einwohnern besitzt einen netten kleinen Hafen mit vielen Stellplätzen für Wohnmobile. Wir haben den Platz angefahren um Wasser aufzutanken, sind hier aber gleich 2 Nächte hängen geblieben, weil es hier so nett war. Außerdem waren uns 2 Tage Dauerfahrt genug und sowohl Hund als auch wir hatten dringend das Bedürfnis uns mal ein wenig zu bewegen.

Viel gibt es hier nicht zu sehen, aber wir haben hier ein wenig Energie getankt (und ich meine jetzt nicht nur Strom…) und die Spaziergänge mit Marrón über die angrenzenden Felder und eine Fahrradtour durch die Weinberge ringsum haben uns wieder Power für die Weiterfahrt gegeben.

Stellplatz: Wohnmobil-Stellplatz am Hafen von Mortagne-Sur-Gironde
Gefunden: Mit der App ADAC Camping- und Stellplatzführer 2017
Kosten der Übernachtung: 9,30 €/Nacht
Praktisch: Strom, Frischwasser und WLAN sind gratis, außerdem bietet der Stellplatz eine VE-Station für Grauwasser und Toilette

3. Stopp: Dune du Pilat/Navarosse (Frankreich)

Ganz dem Motto „Home is where we park it“ haben wir uns an unserem ersten Abend in der Nähe der Dune du Pilat auf einen Parkplatz am Meer gestellt. Genial! – dachten wir zumindest. Fast kein anderer dort, außer ein paar Hippie-Franzosen und ein anderes deutsches Pärchen mit Baby in Elternzeit in ihrem VW-Van.
Doch plötzlich tauchten immer mal wieder komische Gestalten in Autos auf. Blieben neben uns stehen und versuchten bei uns reinzuglotzen. Auf ganz komische Art und Weise versuchten sie mit uns ins Gespräch zu kommen und checkten dabei immer wieder durch die Fenster das Wohnmobil aus, einer fing an zu telefonieren. „Nee! Weg hier“ sagte unser Bauchgefühl. Nicht nur unsers, denn auch die anderen Deutschen im Van hatten kein gutes Gefühl bei der Sache. Schließlich kommt es bereits seit 30 Jahren und leider immer noch vor, das Leute in ihren Autos durch Narkose-Gas betäubt werden (das wird durch die Lüftungsschlitze gesprüht) und dann komplett ausgeräumt werden.

Wir sind froh, dass wir auf den schönen Blick aufs Meer verzichtet haben. Der wird sich schon in einer anderen Situation wieder ergeben. Man sollte irgendwie immer auf sein Bauchgefühl hören. Der Platz ist in der Hauptsaison sicherlich sehr begehrt und steht voller Wohnmobile. In der Nebensaison ist hier allerdings tote Hose. Was ja eigentlich schön wäre, aber vielleicht doch etwas unsicher in diesem Fall.

An dem Abend sind wir also nach einer etwas erfolglosen Suche nach einem Schlafplatz in Bicarrosse weiter nach Navarosse gefahren, was ca. 20 Minuten Fahrt waren. Hier haben wir uns auf einen Stellplatz am Hafen gestellt, der durch eine Schranke gesichert ist. Außerdem standen hier noch ca. 8 andere Wohnmobile, so dass man nicht mitten im Nichts ganz alleine steht.

Stellplatz: Wohnmobil-Stellplatz am Hafen von Navarosse
Gefunden: Mit der App ADAC Camping- und Stellplatzführer 2017
Kosten der Übernachtung: 8 €/Nacht
Praktisch: Strom und Frischwasser, außerdem bietet der Stellplatz eine VE-Station für Grauwasser und Toilette

4. Stopp: Bilbao (Spanien)

Eigentlich hatten wir zuerst vor über San Sebastián zu fahren. Doch weder die App Park4night noch der ADAC Stellplatzführer hatten sonderlich gute Plätze auf Lager. Lediglich er überteuerte Campingplatz auf dem Berg, für den wir für einen simplen Stoppover aber zu geizig waren.

Also sind wir weiter durchgestartet nach Bilbao, wo wir von der lieben Mandy von Movin’n’Groovin‘ den Tipp für einen tollen Panorama-Stellplatz auf dem Berg von Bilbao bekommen haben. Hier sind wir direkt 2 Nächte geblieben, denn der Platz erschien uns trotz des Sauwetters absolut ideal: kostenlos, mit tollem Blick auf die Stadt, sicher (es standen mehrere Wohnmobile und Vans neben uns) und ruhig, da ein Park direkt um die Ecke war (perfekt mit Hund!).

Leider war das Wetter Nordspaniens gegen uns: Fast konstanter, strömender Regen. Nach 2 Tagen hatten wir im Wohnmobil keinen Platz mehr, um die ganzen nassen Klamotten zu trocknen. Und Portugal wartet auf uns – also weiter geht’s.

Stellplatz: Parkplatz auf einem Berg mit Blick auf Bilbao
Gefunden: Dank des Tipps von Mandy von Movin’n’Groovin‘, auch zu finden mithilfe der App Park4night
Kosten der Übernachtung: 0 €/Nacht
Praktisch: Toller Panoramablick über die Stadt, Seilbahn Artxanda direkt um die Ecke, mit der man innerhalb weniger Minuten ins Zentrum von Bilbao fahren kann (0,95 €/Person), öffentliche und sehr saubere Toiletten gibt es an der Seilbahnstation

 

5. Stopp: Guarda (Portugal)

Nachdem wir kurz vor der portugiesischen Grenze nochmal getankt haben, sind wir bei Sonnenuntergang in unserem Zielland für die nächsten Wochen/Monate angekommen: PORTUGAL!

Dank der App Park4night haben wir hier mal wieder einen kostenlosen Spot gefunden, wo wir in Ruhe unser Nachtlager aufschlagen konnten. Erstmal Frischwasser aufgetankt, Abwasser abgelassen, lecker gekocht und eine Flasche Wein geköpft – Olá Portugal!

Stellplatz: Parkplatz an einem Park
Gefunden: App Park4night
Kosten der Übernachtung: 0 €/Nacht
Praktisch: Großer Parkplatz direkt an einem schönen Park, der zum spazieren und Sport machen einlädt, außerdem eine VE-Station für Wohnmobile (Frischwasser und Grauwasser). 

 

So geht’s in den nächsten Tagen weiter:

6 Länder in 7 Tagen. Klingt stressig? Hat sich ehrlich gesagt aber gar nicht so angefühlt. Schließlich haben wir unser fahrendes Haus immer dabei. Können immer und zu jeder Zeit Pause machen, Kaffee kochen, lecker essen, lange Spaziergänge machen. Wir sind nun mittlerweile in Portugal angekommen und akklimatisieren uns hier erst einmal. Denn hier werden wir den Winter verbringen. Wir wollen durch das Douro-Tal bis nach Porto fahren und dann langsam die Küste runter bis nach Lissabon. Dort planen wir Mitte Dezember anzukommen und dann zur Algarve runterzufahren.

 

Hast du Tipps für unsere nächsten Stopps? Wir freuen uns über schöne Orte, Geheimtipps und Stellplatz-Infos in den Kommentaren.


Hola, ich bin Anne und liebe das unterwegs-und-draußen sein. In diesem Sommer tauschen wir unsere Wohnung gegen einen Van und reisen quer durch Europa. Vamos!

  1. Seija

    20. November 2017

    Hi Anne,
    my husband and I did made a sort trip to Portugal couple of weeks ago. We had just a great time!!!
    Just want to give you a tip – one of our favorites – Praia do Vale dos Homens. It is south from Odeceixe to Rogil and then the small road to the beach. The parking is on the cliffs and you have steep steps to get to the beach.
    If you happen to go there and meet little Ilia(?) and his Canadian mother (they live in a house close by, please , say our greetings to them. And also to the house owner with the dogs. (we are the organic farmer couple (German – Finnish) travelling with selfmade VW)
    wish you many sunny days…
    Seija

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