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Slowenien Roadtrip – Route, Stellplätze und Kosten...

Slowenien Roadtrip – Route, Stellplätze und Kosten für 1 Woche Slowenien im Wohnmobil

Dieser Artikel enthält Werbung für ACSI.*

Kurvige Passstraßen, spektakuläre Landschaften, Wasserfälle, türkise Gletscherflüsse und glasklare Seen: Slowenien bietet einfach eine perfekte Mischung für alle, die viel beeindruckende Natur in kurzer Zeit erleben wollen. Denn das Land ist nur um die 20.000 qkm groß und eignet sich somit perfekt für einen Entdecker-Roadtrip vorbei an Bergen und Seen.

In Zusammenarbeit mit ACSI (mehr dazu am Ende des Artikels*) durfte ich 7 Tage durch Slowenien fahren, verschiedene Stellplätze testen und dieses kleine Balkan-Land mit seinen Highlights kennenlernen. In diesem Artikel möchte ich euch unsere Route, die Stellplätze und die Kosten genau aufzeigen, sodass ihr dies als Planungshilfe für euren eigenen Slowenien Roadtrip nutzen könnt.

 

Für wen eignet sich Slowenien als Reiseziel?

Dank der spektakulären Landschaften ist Slowenien vor allem etwas für Entdecker und alle, die Action und Abenteuer lieben. Mit den vielen Outdoor-Aktivitäten ist Slowenien vor allem etwas für alle, die sich gerne draußen aufhalten.

Wer Slowenien so wie ich mit dem Camper oder Wohnmobil bereist, der freut sich über spannende Passstraßen und verhältnismäßig kurze Strecken in abwechslungsreichen Landschaften bei guten Straßenverhältnissen.

Wer große Städte, Halligalli und Party sucht, der ist in Slowenien meiner Meinung nach erstmal falsch. Auch romantische, weiße Sandstrände wirst du in Slowenien vermutlich nicht finden, hier gibt es vor allem Kiesstrände.

 

Reisezeit und Wetter für einen Slowenien Roadtrip

Wir sind Anfang September gefahren, da war es noch verhältnismäßig mild, am Tag war kurze Hose und T-Shirt angesagt. Nachts kann es aber vor allem in den Bergen oder im Soca Tal schon wirklich frisch werden. Wir hatten sogar mal morgens die Heizung an.

Generell ist gerade der September und Oktober eine gute Reisezeit, da dann die Nebensaison losgeht und viele Campingplätze vergünstigt Angebote haben und relativ leer sind.

Auch die klassischen Sehenswürdigkeiten und Wanderrouten sind deutlich leerer als im Sommer.

 

Hin- und Rückfahrt nach Slowenien

Wir sind in Berlin gestartet und über Tschechien und Österreich gefahren. Unser erster Stopp war Prag, wo wir 2 Nächte bzw. 1 vollen Tag verbracht haben, um die Stadt zu erkunden.

Danach sind wir über Österreich (Linz —> Salzburg —> Villach) nach Slowenien gefahren.

Unser Campingplatz in Prag:
Pension-Camp Dana Troja
Trojská 357/129
171 00 Praha-Troja, Tschechien

Auf dem Rückweg sind wir von Ljubljana über Österreich (Villach —> Salzburg) und Süddeutschland (München —> Nürnberg —> Leipzig) wieder hoch nach Berlin gefahren.

Achtung Mautstrecke: Bei den Strecken durch Tschechien und Österreich handelt es sich um Mautstrecken. Kurz hinter der Grenze nach Tschechien muss man sich um eine Vignette kümmern, die man an jeder Tankstelle kaufen kann. Der Preis für eine 10-Tages Vignette liegt bei 13 €.

In Österreich gibt es ebenfalls eine Vignette zu kaufen, für einige Strecken wird gesondert Maut erhoben, in diesem Fall zum Beispiel auf der A10. Der Preis für die (normale) Vignette liegt bei 9 € pro 10 Tage, die gesonderte Maut ist natürlich nochmal vom Streckenabschnitt abhängig.

In Slowenien gibt es ebenfalls Vignettenpflicht auf den Autobahnen, hier kostet ein Wohnmobil bis 3,5t 15€/7 Tage.

 

Slowenien Roadtrip – die Route & Stellplätze

  1. Stopp: Bled

Unser erster Stopp auf der Route durch Slowenien war Bled, ein kleines, aber doch sehr touristisches Örtchen relativ nah an der Grenze zu Österreich. Hier reisen offenbar auch viele Slowenen am Wochenende hin, man kann verstehen warum: Der Ort liegt direkt am Bleder See, einem glasklaren See mit der idyllischen Insel Blejski otok mit der Marienkirche. Ebenfalls am See gelegen ist eine mittelalterliche Burg, die erhaben auf einem steilen Felsen thront. Die Landschaft ist einfach idyllisch, die Luft klar und frisch, das Wasser einladend zum Schwimmen (zumindest im Sommer oder an heißen Tagen) oder zum SUPen oder paddeln.

Auch der Campingplatz liegt direkt am Bleder See und bietet alles, was man braucht, sogar einen Brötchenservice gibt es.

Wir haben eine kleine Tageswanderung gemacht und sind vom Campingplatz zur Vintgar Klamm gelaufen (ca. 1 1/2 Stunden, teilweise am See entlang) und dann durch die Vintgar Klamm (ca. 2 Stunden inkl. Fotostopps) über Zasip und Bled (ca. 2 Stunden) zurück zum Campingplatz.

Unser Campingplatz in Bled:
Camping Bled
Kidričeva cesta 10c
4260 Bled, Slowenien

Uns hat der Campingplatz gut gefallen, auch wenn er schon sehr groß war. In der Nebensaison war er trotzdem noch gut voll, da Bled einfach ein beliebtes Touristenziel ist. Waschräume und alles weitere waren sehr sauber und neu. Ebenfalls cool fanden wir den sehr leckeren Brötchenservice und natürlich die direkte Nähe zum See.

Preis: Für 2 Nächte (1 Wohnmobil, 1 Hund, 2 Personen) haben wir hier ca. 59 € bezahlt, da die preisliche Nebensaison hier erst 1 Woche später anfing, schade, denn sonst hätten wir mit der ACSI Campingcard nur 19 € gezahlt pro Nacht.

2. Stopp: Soča Tal

Von Bled sind wir über den Vršič Pass ins Soča Tal gefahren. Die türkisblaue Soča schlängelt sich durch das Tal und bietet spektakuläre Aussichten und einige Hängebrücken, von denen man die faszinierende Farbe des Flusses noch besser beobachten kann.

Der 1611 Meter hohe Vršič Pass mit 51 Kehren ist landschaftlich echt spannend und ein kleines Abenteuer für alle, die mit dem Wohnmobil fahren. Er liegt in den Julischen Alpen und bietet tolle Aussichten auf die Berge und Landschaften des Triglav Nationalparks. Der Pass ist auch für Wohnmobile durchaus machbar, zumindest für einigermaßen kurze Wohnmobile (meins ist ca. 6m lang). Wir sind von Norden aus gekommen, wo die Kehren teilweise nur aus Pflastersteinen bestehen, auf der Südseite ist es jedoch durchgehend asphaltiert (allerdings teilweise etwas schmal). Leider konnten wir bei der Passüberquerung nicht anhalten, weil zeitgleich ein Harley Davidson Treffen auf dem Passgipfel war (ihr könnt euch das Theater vorstellen…).

Einmal im Soča Tal angekommen wird man mit tollen Wanderwegen entlang der Soča belohnt. Hier sollte man unbedingt mindestens einen ganzen Tag nur zum Natur erkunden einplanen. Auch Rafting ist auf der Soča möglich.

Unser Campingplatz im Soča Tal:
Camp Soča
Soča 8
5232 Soča, Slowenien

Für mich war der Campingplatz der Schönste auf unserer Reise. Eine große, freie Fläche mitten im Tal mit spektakulärem Blick in die Berge, direkt an der Soča und einer richtig coolen Hängebrücke. Vom Campingplatz aus kann man wunderbar die Soča entlang wandern immer durch den Triglav Nationalpark. 

Mir gefallen Campingplätze am Besten, wenn sie so naturbelassen wie möglich sind, Parzellen mit Dauercampern und Animationsprogramm sind so gar nicht mein Fall, und zum Glück ist der Campingplatz im Soča Tal das genaue Gegenteil davon. Dann auch noch saubere Waschräume und am Morgen frische Brötchen… was will man mehr ;)

Preis: Hier konnten wir unsere ACSI Camping Card einsetzen und haben pro Nacht nur 17 € bezahlt (Preis für 1 Wohnmobil, 1 Hund, 2 Personen), echt praktisch.

Zwischenstopp auf dem Weg zur Küste: Der Kozjak Wasserfall

Da für die kommenden Tage Regen in den Bergen angesagt war, hatten wir beschlossen doch spontan für 1 oder 2 Tage zur Adria Küste zu fahren, immerhin sind das auch nur knapp 2 1/2 Stunden Fahrtzeit aus dem Soča Tal. Über Instagram bekamen wir den super Tipp, unbedingt einen Stopp beim Slap Kozjak einzulegen, einem 2-stufigen Wasserfall, den man easy in einer halbstündigen Wanderung erreicht. Der Wasserfall liegt in der Nähe von Kobarid und ist mit dem Auto nur ca. 40 Minuten vom Campingplatz im Soča Tal entfernt. Und was soll ich sagen? Es hat sich absolut gelohnt! Der Wasserfall war eines der Highlights unserer Reise, absolut spektakulär und ein wirklich toller Ausflug!

Parken kann man übrigens ganz in der Nähe, nahe des Campingplatzes in Kobarid, von dort kann man laufen.

 

3. Stopp: Adria Küste (Ankaran)

Am selben Abend sind wir weiter zur Adria Küste gefahren und nach Ankara gefahren. Um ehrlich zu sein, hatten wir uns aufgrund unserer Spontanentscheidung ans Meer zu fahren, nicht so richtig damit beschäftigt. Von der Autobahn abgefahren sind man zunächst einen riesigen Industriehafen, was ich sehr abschreckend fand. Der Campingplatz liegt dort gleich um die Ecke. Ganz ehrlich, den Stopp hätten wir uns sparen können, darum sind wir nur eine Nacht geblieben.

Von Ankaran selbst haben wir um ehrlich zu sein nicht viel gesehen, da wir den Tag im Camping Swimmingpool und am Meer verbracht haben, bevor wir nach Ljubljana weitergefahren sind.

Das nächste Mal würde ich zu einem anderen Ort an der Küste fahren, vermutlich eher nach Piran, welches zwar auch touristisch, dafür aber wenigstens etwas idyllischer sein soll.

 

Unser Campingplatz an der slowenischen Adria-Küste:
Camping Adria Ankaran
Jadranska cesta 25
6280 Ankaran, Slowenien

Der Campingplatz war leider ebenfalls nicht so mein Geschmack, viel zu groß, viel zu voll, viel zu viele Dauercamper. Für einen Übernachtungsstopp aber ok.

Preis: Wir haben für eine Nacht mit der ACSI Camping Card 19 € gezahlt (Preis für 1 Wohnmobil, 1 Hund, 2 Personen).

 

4. Stopp: Ljubljana

Unser letzter Stopp auf der Reise war Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. Eigentlich ist es eher ein „Hauptstädtchen“, denn wenn man so durch diese Stadt schlendert, glaubt man kaum, dass es sich dabei wirklich um die größte Stadt des Landes handelt. Ljubljana ist sehr süß und lädt zum bummeln ein, mehr als einen Tag muss man allerdings tatsächlich nicht einplanen.

Wir sind hoch zur Burg, sind durch die Gassen gewandert und waren lecker essen.

Besonders gut gefallen hat uns der alternative Stadtteil Metelkova. Irgendwie eine Mischung zwischen RAW-Gelände in Berlin und Cristiania in Kopenhagen. Bunt, angemalt, kreativ, verrückt – echt ein Gegensatz zum restlichen Ljubljana und auch zum Rest Sloweniens, für uns der perfekte Abschluss unserer Slowenienreise.

 

Unser Campingplatz in der Hauptstadt Ljubljana:
Camping Ljubljana Resort
Dunajska cesta 270
1000 Ljubljana, Slowenien

Der Campingplatz erfüllt absolut seinen Zweck, ist ruhig und relativ nah zur Stadt (Busstation liegt direkt vor der Tür).

Preis: Wir haben für eine Nacht mit der ACSI Camping Card 19 € gezahlt (Preis für 1 Wohnmobil, 1 Hund, 2 Personen).

Slowenien Roadtrip: Die Kosten für 10 Tage Roadtrip Deutschland – Slowenien – Deutschland

Hier habe ich unsere ungefähren Kosten für 1 Woche Roadtrip durch Slowenien aufgestellt (2 Personen):

  • Spritkosten: ca. 300 € (inkl. Hin- und Rückfahrt aus Berlin), leider habe ich die Summe nur grob geschätzt, weil ich Schussel nicht alle Belege verwahrt habe.
  • Maut (Tschechien, Österreich und Slowenien): ca. 70 €
  • Lebensmittel: ca. 110 €
  • Ausgehen: ca. 90 €
  • Stellplätze: ca. 200 €

 

Insgesamt = 770 € für 10 Tage

 

Spartipp: Die ACSI Camping-Card

Ein wesentlicher Sparfaktor der Reise war für uns die ACSI Camping Card. Was genau die ACSI Camping Card ist, wo sie gültig ist und wie man Campingplätze findet, die die Karte akzeptieren, erkläre ich im folgenden Abschnitt.

Was ist ACSI und wie funktioniert das Ganze?

ACSI bedeutet „Auto Camper Service International“ und ist der Campingspezialist aus den Niederlanden. Mit ihren Produkten erreichen sie Camper in ganz Europa, denn ACSI stellt Campinginformationen in 8 Campingführern, auf 3 Webseiten in insgesamt 14 Sprachen und in 3 Apps bereit. Über 350 Inspektoren sind jährlich auf den verschiedensten Campingplätzen unterwegs um alle Informationen, die in den Campingführern und auf den Webseiten veröffentlicht werden, zu überprüfen.

ACSI CampingCard und Ermäßigungen auf Campingplätzen

Zur Produktpalette gehört auch die CampingCard ACSI, mit der Camper in der Nebensaison günstiger verreisen. Dieses Jahr bieten 3507 Campingplätze in ganz Europa günstigere Tarife mit der CampingCard ACSI an.

Als Besitzer einer ACSI CampingCard hat man die Möglichkeit, in der Nebensaison ordentlich zu sparen: Inhaber der Karte zahlen nämlich zwischen 11 €, 13 €, 15 €, 17 € oder 19 € pro Nacht.

Mit Erwerb der ACSI CampingCard erwirbt man nicht nur die Mitgliedskarte, sondern auch die dazugehörigen Stellplatzführer für ganz Europa, die auf 2 handliche Taschenbücher aufgeteilt sind. Welche Campingplätze das blaue CC Logo tragen und somit Teil der Ermäßigungspreise sind, erfährt man in den Stellplatzführern oder online auf www.campingcard.com. Hier erfährt man auch, wieviel Rabatt es zu welcher Zeit gibt, denn die Nebensaison startet auf den Campingplätzen zu unterschiedlichen Zeiten.

Für wen lohnt sich die ACSI CampingCard und welche Leistungen werden abgedeckt?

Die CampingCard lohnt sich für alle, die hauptsächlich in der Nebensaison Urlaub machen.

Der pauschale Rabatt beinhaltet immer folgende Reisenden:

  • zwei Erwachsene
  • ein Hund (wenn auf dem Campingplatz erlaubt),
  • ein Wohnwagen/Auto/Vorzelt oder Auto/Zelt oder Wohnmobil auf einem Stellplatz
  • Strom

 

Die CampingCard lohnt sich also somit für alle, die zu zweit hauptsächlich in der Nebensaison verreisen. Achtung: Im Preis nicht enthalten sind Kurtaxe,Umweltbeiträge oder sonstige Gebühren. Auf unserer Slowenienreise waren das meist ein paar Euro pro Nacht.

Wo kann ich die ACSI CampingCard kaufen?

Die Campingkarte kann im Paket zum Beispiel direkt bei ACSI bestellt werden.

Weitere ACSI Produkte

Der ACSI Campingführer: Noch deutlich umfangreicher als der beiliegende Stellplatzführer der CampingCard ist der ACSI Campingführer. Aktuell sind dort über 12.000 Campingplätze verzeichnet, die jährlich aktualisiert und inspiziert werden. Alternativ zum Campingführer gibt es die ACSI App.

Die ACSI App: Wer wie ich grundsätzlich eher digital unterwegs ist, der bevorzugt wahrscheinlich die ACSI App, mit der man einfach den passenden Platz raussuchen und anfahren kann. Die App ist auch offline nutzbar und kostet zwischen 0,99 € und 12,99 € an, je nachdem ob man ein Länderpaket oder das Komplettpaket kauft. Die Gültigkeit beträgt 1 Jahr.

 


* Für mehr Transparenz: Kooperation mit ACSI

Vor ein paar Monaten erhielt ich eine nette E-Mail von ACSI, ob ich Lust hätte eine individuelle Recherchereise zu machen, und dabei die ACSI CampingCard zu testen. Zufällig hatte ich da bereits den Plan des Slowenien Roadtrips gefasst, bei dem ACSI mich nun mit der CampingCard unterstützt hat. ACSI hat hierbei eine Kilometerpauschale und die Gebühren für 7 Übernachtungen auf den Campingplätzen in Slowenien übernommen, und mir außerdem die CampingCard und die Campingplatzführer zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Kosten und Aktivitäten wurden von mir selbst bezahlt. Meine Meinung bleibt trotz finanzieller Unterstützung natürlich unberührt.

Vielen Dank an ACSI für diese schöne Zusammenarbeit!


Hola, ich bin Anne und reise im Wohnmobil durch Europa. Ich liebe es, dass sich die Aussicht von meinem fahrenden Zuhause jeden Tag ändert. Mein größter Traum wäre, mit dem Camper einmal durch Lateinamerika zu fahren: Von Mexiko bis nach Feuerland.

  1. Hallo Anne
    Vielen Dank für deinen tollen ausführlichen Bericht. Slowenien kommt auf die to do Liste! Die Landschaft sieht genial aus.
    Freue mich auf euren nächsten Tourbericht.
    Silke

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