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Boattrippin’ Brandenburg Teil 1 – Unsere Route mit dem Hausboot durch das Ruppiner Seenland

Dieser Beitrag enthält Werbung für Nicols. 

Eine Reise mit einem Hausboot durch Brandenburg wollten wir schon immer mal machen – spätestens seit wir vor einigen Jahren nach Berlin gezogen sind. Obwohl die brandenburgische Seenlandschaft quasi direkt vor der Haustür liegt, hatten wir es bisher nie geschafft. Meistens lockt uns dann eben doch die Ferne.

Dabei liegt das Gute so nah! Grüne Natur soweit das Auge reicht, Wolkenformationen die sich in den kristallklaren Seen spiegeln und eine Ruhe und Idylle, wie man sie sonst nur selten hat. Eine Woche waren wir unterwegs in einem Hausboot von Nicols: Sind durch die kleinen Kanäle von See zu See geschippert, haben hier und da geankert und endlich mal wieder so richtig abgeschaltet. Einfach mal nichts tun – endlich mal wieder!

In diesem Artikel schwärmen wir von unserer wunderschönen Route vor, die perfekt für eine entspannte Woche ist – ein Trip, dem wir jedem wärmstens empfehlen wollen!

Hausboot Urlaub in Brandenburg: Unsere Route durch das Ruppiner Seenland

Start in Neuruppin: Der Hausboot Urlaub kann beginnen! 

Unsere Reise startet in Neuruppin, genauer gesagt im Hafen „Bootshaus Neuruppin“, wo der Bootsverleih Nicols einen seiner zwei Standorte in Brandenburg hat. Leinen los – und auf geht’s: Wir fahren mit Frank, dem Hafenmeister raus auf den Ruppiner See um ein Gefühl für das Boot zu kriegen, schließlich haben wir das alles auch noch nie gemacht! Während ich so denke „Ui, gar nicht so einfach“, denkt Alejandro „Hey, ist ja gar nicht so schwer!“, man merkt schnell, da trifft halt der peruanische Optimismus auf die German Angst. Doch die verfliegt ziemlich schnell, als wir uns von unserem Heimathafen in Neuruppin verabschieden und an der Halbinsel des Ruppiner Sees in die kleinen Kanäle abbiegen. Marrón ist noch ein bisschen skeptisch zu Anfang, schließlich bewegt sich der Boden plötzlich. Aber dafür gibt’s auch ganz schön viel zu gucken!

Unser Heimathafen in Neuruppin

Unser Heimathafen in Neuruppin

 

Im Hafen von Neuruppin

 

... vs. "German Angst"

 

Für Marrón gibt's ne Menge zu gucken

Für Marrón gibt’s ne Menge zu gucken

Auf geht's!

Auf geht’s!

Durch die Kanäle bis zum Molchowsee

Den Rhin (nee, nicht der Rhein) schlängelt sich durch die Landschaft, rechts und links reihen sich kleine Häuschen am Wasser, jeder mit einem riesigen Garten und eigenem Zugang zum Kanal. Am Ufer sind die kleinen Motorboote festgemacht. Hier scheint jeder so selbstverständlich ein Boot zu haben, wie anderswo ein Auto. Ich bin hin- und hergerissen ob ich das nun alles bürgerlich-spießig oder einfach wunderschön finden soll. Ich entscheide mich für Zweites: Denn hier ragen die Trauerweiden bis ins Wasser, an den Ästen hängen Holzschaukeln und Taue. Die Sonne scheint weich durch die Bäume, die kleinen bunten Bötchen liegen an Holzstegen und dazwischen Schwimmen die Entenfamilien zwischen Kanufahrern umher. Idylle pur!

Kanäle bei Alt-Ruppin

Kanäle bei Alt-Ruppin

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Stopp am River Café im Molchowsee

Nachdem wir die erste (und einzige) Schleuse auf der Route hinter uns gelassen haben, können wir uns jetzt endlich wieder so richtig locker machen. Denn so eine Schleuse bedeutet ja An- und Ablegen können ohne andere Boote oder Mauern zu rammen. „Wir machen das zum ersten Mal“ warne ich die Schleusenfrau daher mal lieber vor. Nachdem ich mir also schon Horrorszenarien ausgemalt hatte, manövriert Alejandro das Boot locker flockig in die Schleuse rein, und anschließend wieder raus. Alles halb so wild. Nach einer kleinen Ankerpause auf dem Molchowsee und einem riesigen Waldspaziergang bei Molchow, übernachten wir am River Café am Gaststeg – leider ohne Strom, dafür aber mit viel Wein, einer grandiosen Aussicht über See und Kanal und einem rosafarbenen Sonnenuntergang und dem Mond, der gleichzeitig schon über dem See aufgegangen ist.

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Marrón genießt die Aussicht

Marrón genießt die Aussicht

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Unser Liegeplatz: Am River Café

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Mondaufgang

Am nächsten Tag geht es weiter über den Tetzensee und Zermützelsee bevor wir weiter durch die Kanäle fahren. Doch diesmal ist weit und breit kein Haus mehr zu sehen, es geht wirklich mitten durch die Natur. Und so schippern wir vorbei an Schwänen, Fischreihern und sogar Seeadlern! Die Enten trocknen am Ufer in der Sonne und Libellen schwirren über die Seerosenblätter. An manchen Stellen sieht es wirklich aus wie in den Everglades, allerdings kann man hier ins Wasser springen, ohne vom Alligator gefressen zu werden.

Gleich hinter dem Möllensee beginnt der große Gudelacksee mit der Insel Werder in der Mitte. Hier verbringen wir die nächsten Tage.

Der glasklare Gudelacksee und Wanderung durch die grüne Wildnis

Unser Zielhafen liegt in Lindau. Hier gibt es sogar zwei Häfen, wir entscheiden uns für den Yachthaften Lindow und finden einen wunderschönen Liegeplatz, wo wir von unserer Terrasse direkt auf den See gucken können. Die nächsten Tage vergehen wie im Flug. Zwischen Wanderungen rund um Lindow, zum Beispiel einmal komplett um den Wutzsee – ein Traum für Marrón, der stundenlang durch den Wald rennt, über Stock und Stein springt, und offenbar einen neuen Rekord aufstellen will, wie viele Stöcke ein Hund an einem Tag aus dem See fischen kann. Wir schippern durch den Gudelacksee, genießen die unfassbar schönen Sonnenuntergänge, die Ruhe und trinken soviel Wein, wie vermutlich in den bisherigen 8 Monaten des Jahres zusammen.

Um uns rum herrscht eine entspannte Stille, man hört nur das leise Summen der Mücken und das leise Geklimpere der Gitarre. Keine Arbeit, keine Termine. So muss Urlaub sein. Nach einigen Tagen treten wir den Heimweg an, es geht zurück nach Neuruppin, unserem Heimathafen. „Unser“ Boot ist uns richtig ans Herz gewachsen. Das ging uns schon letztes Jahr bei unserem Miet-Wohnmobil in Spanien so. Unser Zuhause muss nicht groß sein. 

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Boattrippin’ – Slow-travel Roadtrippin’ auf dem Wasser

Und wieder einmal wird uns klar: Wir brauchen nicht viel um glücklich zu sein. Ein fahrbarer Untersatz und die Freiheit, jederzeit weiter zu können. Oder auch einfach mal irgendwo zu halten. Auf jeden Fall KEINE Pläne machen. Sich nichts vornehmen. Nicht „höher, schneller, weiter“, sondern eher „So, hier ist’s schön, lass uns doch einfach heute Nacht hier bleiben“. Das war sicher nicht unser letzter Hausboot-Urlaub!

Du hast Fragen zum Hausboot Urlaub in Brandenburg? Dann kommentiere deine Frage und wir beantworten alle Fragen ausführlichst im nächsten Blogpost! In Teil 2 verraten wir dir übrigens auch genauer, wie so ein Hausboot eigentlich von innen aussieht.


Vielen Dank an Nicols für die Einladung zu dieser Reise und die kostenlose Bereitstellung des Bootes. Wir hatten eine tolle Reise bei dieser Kooperation. Meine Meinung ist jedoch wie immer meine eigene. 


Hola, ich bin Anne und liebe das unterwegs-und-draußen sein. In diesem Sommer tauschen wir unsere Wohnung gegen einen Van und reisen quer durch Europa. Vamos!

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  1. Nord-Peru Reisen

    13. Oktober 2016

    Schaut super aus ! Da fällt einem mal wieder auf, wie schön Deutschland ist. Ich möchte auf jedenfall (irgendwann einmal) eine solche Fahrt machen !!
    Liebe Grüsse nach Berlin.
    Martina

    • Anne

      13. Oktober 2016

      Hallo Martina,

      ja, ich muss sagen, ich habe bisher auch in Deutschland nie so richtig Urlaub gemacht. Ich kenne sogar fast nichts ;-)
      Das ist besonders lustig, wenn einen Leute (z.B. aus Peru) fragen, wo man denn so in Deutschland schon war und man erstmal merkt, dass man darüber eigentlich gar nichts weiß ;)

      Liebe Grüße nach Chachapoyas, auch an Nora! ;-)

  2. Nadine

    18. Mai 2017

    Hallo zusammen,
    was für tolle Bilder! Da bekommt man ja glatt Fernweh.
    Ich fahre bald mit meiner Familie ins Zillertal. Alle freuen sich schon riesig!

    Grüße
    Nadine

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