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Boattrippin‘ Brandenburg Teil 2 – Alles, was du für einen Hausboot Urlaub wissen musst

Dieser Beitrag enthält Werbung für Nicols. 

Vor unserem relativ spontanen Hausboot Urlaub in Brandenburg im Spätsommer wussten wir natürlich auch noch nicht, wie das eigentlich so alles funktioniert mit dem Hausboot. In diesem Artikel beantworten wir die Fragen, die uns zu unserem Hausboot Urlaub erreicht haben und wollen unsere Erfahrungen und Ratschläge mit euch teilen und euch wärmstens ans Herz legen, unbedingt mal mit Freunden oder Familie einen Hausboot Urlaub zu machen. Alle Infos zur Route findest du übrigens hier: Boatrippin’ Brandenburg Teil 1 – Unsere Route durch das Ruppiner Seenland

Tipps und Infos für den Hausboot Urlaub in Brandenburg

Wo kann ich mir ein Hausboot mieten?

Die französische Firma Nicols bietet in mehreren europäischen Ländern Hausboote zum Verleih an, u.a. in Frankreich (z.B. im Elsass oder Burgund), in Portugal und an drei Standorten in Deutschland: In Mecklenburg-Vorpommern, dem nördlichen Brandenburg (dort, wo wir waren) und südlich von Berlin. Neuruppin erreicht man ca. 1 1/2 Stunden mit dem Regionalverkehr von Berlins Zentrum aus. Seine Hausbootferien kann man übrigens bequem online buchen.

Hausboot Urlaub

In unserem Heimathafen in Neuruppin

Hausboot Urlaub

Der Blick von der Terasse unseres Bootes auf den kleinen Hafen

Wie sieht so ein Hausboot aus und wie ist es ausgestattet?

Hausboote gibt es natürlich in den verschiedensten Größen, Formen und Farben. Am häufigsten sieht man in Brandenburg übrigens die klassischen Bungalow-Häusschen, also quasi schwimmende Holzhäuschen mit Motor. Diese sehen auch ziemlich idyllisch aus, und wir wollen so eins unbedingt mal nächsten Sommer testen. Die Boote von Nicols sind dagegen richtige Motorboote und sind mit allem ausgestattet, was man benötigt. Neben der komplett ausgestatteten Kochnische mit Gasherd, Gasofen, Spüle und Kühlschrank (mit Eisfach!) gibt es für die Terrasse einen Sonnenschirm und einen Tisch mit 2 Stühlen zum gemütlichen Sonnenuntergang gucken auf Deck. Im Grunde könnte man auf so einem Boot wunderbar leben. Wir hatten auf unserer Reise übrigens das kleinste Boot mit dem Namen „Primo“, welches bei Nicols verfügbar ist, aber perfekt für 2 Personen (+Hund) ausgestattet ist. Zum einen bietet es eine große ebenerdige Terrasse mit einer Glasreling (perfekt für Paare mit kleinen Kindern oder Hunden!), einen Aufenthaltsraum/Küche, wo sich auch der Steuerstand befindet, sowie ein kleines Schlafzimmer und ein Badezimmer mit Toilette und Dusche.
Ich würde behaupten, das Boot ist ungefähr fast so gut wie unsere Wohnung ausgestattet… Es gab in der Woche eigentlich nichts, was wir großartig vermisst hätten. Denn so ein Mietboot ist ähnlich wie ein Wohnmobil mit absolut allem ausgestattet, was das Herz begehrt. 

Hausboot Urlaub

Der Aufenthaltsraum mit Steuerstand

Hausboot Urlaub

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Das Steuer

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Blick vom Inneren zur Terrasse nach hinten

Hausboot Urlaub

Schonmal mit so einem Ausblick gekocht?

 

Hausboot Urlaub

Der Aufenthaltsraum mit Steuerstand

Hausboot Urlaub

Ringsum sind riesige Panoramafenster, sodass der Aufenthaltsraum wunderbar hell ist

Hausboot Urlaub

Der Blick vom inneren des Schlafzimmers nach draußen

Hausboot Urlaub

Das Badezimmer

Braucht man einen Führerschein für die Reise mit dem Hausboot?

Nein. Das Besondere an den Hausbooten ist, dass sie auch führerscheinfrei gefahren werden dürfen. Für manche Strecken ist ein Führerschein Binnen notwendig, das wir einem jedoch alles am Hafen erklärt.

Was kostet ein Hausboot Urlaub?

Zugegeben, eine Reise mit dem Hausboot ist nicht ganz billig. Zumindest wenn man zu zweit verreist. Hierbei kommt es natürlich auf die Größe des Bootes und die Dauer der Reise an. Wenn man jedoch in der Gruppe reist, sind die Kosten ganz einfach teilbar. So zahlt man z.B. im Frühsommer nächstes Jahr nur um die 260 € p.P./Woche (bei 6 Personen ab Neuruppin) – für eine Reise mit Freunden also perfekt! Außerdem sind die Kosten sehr gut kalkulierbar. Gekocht und gegessen wird auf den Boot, das ist nicht nur günstig sondern auch sehr gemütlich. Im Hafen zahlt man eine sehr geringe Liegegebühr und Schleusen sind gratis.

Wie viele Leute haben Platz auf einem Hausboot?

Bei den Hausbooten von Nicols gibt es von „kleineren“ Booten für 2 Personen (so wie unseres) bis hin zu großen Hausbooten (für bis zu 12 Personen) fast alles zu mieten. Sogar einen kleinen beheizbaren Pool, den man sich hinten als Anhänger an das Hausboot hängen kann… 

Was muss ich für einen Hausboot Urlaub alles einpacken?

Dadurch, dass das Boot mit allem Schnickschnack ausgestattet ist, braucht man im Grunde nur noch Lebensmittel, eigene Kleidung, seine Kulturtasche und Handtücher. Besonders schön fanden wir es übrigens mit der Gitarre und einer Flasche Wein auf Deck zu sitzen und die Aussicht zu genießen. Wer also ein paar Akkorde klimpern kann, der sollte die Gitarre nicht vergessen!

Hausboot Urlaub

Hausboot Urlaub

Ist es schwer ein Hausboot zu fahren?

Jein. Im Grunde ist es eigentlich nicht so schwer ein Hausboot zu fahren. Denn die Boote von Nicols sind alle gedrosselt, meist fährt man um die 10km/h. Durch die Kanäle darf man ohnehin nur langsam durchfahren. Doch an die Größe und das Gewicht muss man sich auch erstmal gewöhnen. Vor allem die Situation in Schleusen oder beim Anlegen ist am Anfang gar nicht so einfach. Auch bei 10 km/h kann es ganz schön knallen, wenn ein Boot mit 4 Tonnen gegen einen Steg donnert… (das haben wir zum Glück nicht in der Praxis getestet…) Darum sollte man unbedingt sehr langsam manövrieren. Außerdem reagiert so ein Boot natürlich auf Lenkbewegungen und Bremsen sehr viel langsamer und ganz anders als ein Auto. Am Hafen bekommt man eine kurze Einweisung des Verleihers, sodass man schon nach kürzester Zeit weiß, wie man das Hausboot auch wunderbar alleine steuern kann. Der Rest ist dann einfach Übungssache.

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Woher weiß ich, wo ich lang fahren darf?

Stichwort hier ist die Seekarte. Darauf sind die Gewässer und ihre Tiefen, Schleusen sowie Häfen usw. eingezeichnet. Dabei muss natürlich die „Verkehrsordnung“ eingehalten werden (Rechts vor links, Segler vor Motorbooten etc.).

Hausboot Urlaub

Wo kann ich anlegen?

Zum einen kann man in Häfen anlegen, klar. Viele Häfen haben einen Gaststeg, wo man erstmal anlegt und dann den Hafenmeister aufsucht. Meist kann man dort schon liegen bleiben. Manchmal wird man auf einen anderen Platz verwiesen und „parkt“ dann nochmal um, oder man bleibt einfach am Gaststeg liegen. Vorteil: Hier hat man alles, was man braucht: Strom, Waschräume (mit richtigen Klos und Duschen) sowie meist irgendwo einen Bäcker und Supermarkt in der Nähe. Nachteil: Es kostet eine Liegegebühr (in Brandenburg meist so 1,50 €/Meter Boot)

Natürlich kann man aber auch einfach mit dem Boot außerhalb der Fahrrinne ankern. Hierfür wird sich ein lauschiges Plätzchen gesucht, welches natürlich etwas abseits sein sollte, der Anker geschmissen und die Ruhe der Natur genossen. Vorteil: Es ist wunderbar ruhig. Außerdem kostet es nichts. Nachteil: Du kannst nicht von Bord gehen. Darum fiel diese Option für uns mit Hund leider weg.

Ansonsten kann man natürlich auch am Ufer anlegen. Hierfür sollte man jedoch vorher gründlich checken, wie der Grund beschaffen ist. Wie tief ist es hier? Ist der Untergrund aus Steinen, Schlamm oder Sand? Motorboote haben ja meist eine sehr geringe Tiefe, sodass man manchmal tatsächlich bis zum Ufer fahren kann, und dort mithilfe von Ankerpfählen oder ganz einfach mithilfe der Bäume seine Leinen festmachen kann.

Wer am Ufer anlegt, sollte unbedingt darauf achten, dass er dabei die Natur nicht stört oder belastet, heißt, z.B. zu Nahe an Brutplätzen usw. anlegt. Vorteil: Die Übernachtung in der Natur ist wie beim Ankern gratis und du kannst sogar noch vom Boot herunter gehen. Nachteil: Du hast keinen Strom sowie Waschräume (Duschen und Toiletten).

Wo kann ich ankern?

Überall dort, wo kein Verkehr herrscht, also nicht in der Fahrrinne oder in Kanälen!

Muss ich zwischendurch tanken?

Wenn du dir nicht wochenlang ein Hausboot leihst, wirst du nicht tanken müssen. Die Hausboote werden vollgetankt übergeben und haben einen Treibstofftank von mind. 135 l, das entspricht 10 vollen Tagen (also Non-Stopp Fahrzeit. im Vergleich: Wir hatten wohl so um die 25 Stunden innerhalb von 1 Woche gefahren, also täglich um die 3 Stunden).

Kann ich meinen Hund bei einem Hausboot Urlaub mitnehmen?

Ja! Und darum war Marrón natürlich auch mal wieder mit dabei. Das Thema „Hund an Bord“ ist eine Sache für sich, und ich kann Gegner von Hunden auf dem Boot total verstehen. Eigentlich finde ich segeln schöner als Motorboot fahren, doch da haben Hunde wirklich nichts zu suchen, nicht zuletzt, weil durch die Schräglage des Segelbootes der Hund einfach nirgendwo bequem sitzen oder liegen kann. Natürlich gewöhnen sich Hunde an alles, aber muss man das seinem Hund wirklich antun, bei Wind und Wellen möglicherweise seekrank zu werden?

Ganz anders ist das bei einem Hausbooturlaub auf einem See. Zum einen gibt es hier weder viel Wind, noch Wellen. Seekrank wird hier also niemand. Durch die ebenerdige Terrasse kann der Hund sich bequem bewegen und sich dort hinlegen, wo er grade möchte. Außerdem hatte die Terrasse unseres Boots eine super coole Reling aus Glas, sodass der Hund auch nicht einfach vom Boot ins Wasser (oder an Land) springen kann. Sehr hundefreundlich! Man sollte natürlich regelmäßige Pause machen und als Ausgleich große Runden mit dem Hund spazieren gehen. Und da ist das Ruppiner Seenland mit Seen und Wäldern mit seinen Wanderwegen für lange Spaziergänge wirklich ein echter Traum. Wir würden Marrón jederzeit wieder mit an Bord nehmen.

Hausboot Urlaub

Hausboot Urlaub


Vielen Dank an Nicols für die Einladung zu dieser Reise und die kostenlose Bereitstellung des Bootes. Wir hatten eine tolle Reise bei dieser Kooperation. Meine Meinung ist jedoch wie immer meine eigene. 


Hola, ich bin Anne und liebe das unterwegs-und-draußen sein. In diesem Sommer tauschen wir unsere Wohnung gegen einen Van und reisen quer durch Europa. Vamos!

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  1. Kubareisender

    14. November 2016

    Das sieht super aus! Sowas lohnt sich sicherlich in jedem Land, um alles einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

  2. Fine

    21. Februar 2017

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich fand es schon immer toll auf einem Hausboot Urlaub zu machen, denn man ist dort ja auch relativ flexibel.

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