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Fernweh-Filme bei Netflix: 9 Filme über das Reisen...

Fernweh-Filme bei Netflix: 9 Filme über das Reisen und Draußen sein

Klassisches Fernsehen schaue ich schon lange nicht mehr. Zu viel Werbung. Zu viele Unterbrechungen. Außerdem kommt selten etwas, was ich wirklich spannend finde. Allerdings muss ich mich als großer Netflix-Junkie outen. Für mich ist der Streamingdienst eine wahre Fundgrube für spannende Serien und Filme.

Und daher stelle ich euch heute meine liebsten Filme über das Reisen und Draußen sein bei Netflix vor:

The Motorcycle Diaries – die Reisen des jungen Che

9 Monate durch Lateinamerika mit dem Motorrad, von Buenos Aires über Chile und Peru bis nach Venezuela: In „The Motorcycle Diaries“ macht sich der erst 23 Jahre alte Che Guevara mit seinem Freund Alberto auf eine abenteuerliche Reise durch Südamerika. Auf einem klapprigen Motorrad starten sie in Buenos Aires. Sie fahren durch Argentinien, Chile und Peru, wo sie schließlich im Amazonas einige Zeit als junge Ärzte in einer Lepra-Kolonie arbeiten. Der Film zeigt, wie Ernesto „Che“ Guevara den lateinamerikanischen Kontinent erlebt, und sich durch seine Erfahrungen und die offensichtlichen Missstände zunehmend politisiert. Dennoch ist der Film recht wenig politisch, das Roadmovie zeigt vielmehr großartige Aufnahmen von staubigen Straßen und den majestätischen Anden, wildem Dschungel und kleinen Dörfern. Ein absolutes Muss für jeden, der Lateinamerika liebt! 

Mehr Reiseberichte von mir über Lateinamerika findest du hier.

Spuren – Tracks

In „Spuren“ läuft die Protagonistin Robyn fast 3000 Kilometer alleine durch die Wüste Australiens, von Alice Springs bis an die Küste – mit vier Kamelen und einem Hund.

Der Film beruht auf der wahren Geschichte von Robyn Davidson, die 9 Monate alleine in der Hitze Australiens durch die Wüste wanderte, abseits jeglicher Pisten oder Straßen. Um sich dieser Herausforderung zu stellen, trainiert Robyn zuerst einige Monate ihre Kamele, bevor sie sich auf ihre Abenteuerreise begibt. Der Film lebt nicht von großen Actionszenen, sondern vielmehr von der Einsamkeit, die sie sucht und dem innigen Verhältnis, was die „Kamellady“ zu ihren vier Trägerkamelen und ihrem Hund hat. Neben tollen Aufnahmen des australischen Outbacks vermittelt der Film eine große Prise Freiheit, Hippietum und Selbstverwirklichung durch das Testen der eigenen Grenzen.

The Beach

Im Aussteiger-Film „The Beach“ sucht der junge Leonardo DiCaprio nach dem Paradies. Die Verfilmung des Romans von Alex Garland spielt in Thailand, wo sich der amerikanische Student Richard auf eine abenteuerliche Rucksackreise begibt. In einem heruntergekommenen, alten Hotel in Bangkok kommt Richard an eine handgezeichnete Karte, die ihn zu einem abgeschiedenen, paradiesischen Strand bringen soll. Gemeinsam mit einem französischen Paar macht er sich auf die Suche und trifft dort schließlich auf die Kommune um die Amerikanerin Sal, die sich als nicht so paradiesisch entpuppt. Die Insel Koh Phi Phi erlangte durch den Film weltweite Aufmerksamkeit und ertrinkt seit je her in Touristenmassen. Wer die Inselwelt Thailands schonmal besucht hat weiß, in echt sind die Strände dort fast genauso schön – nicht nur die Maya Bay auf Koh Phi Phi.

Mehr Reiseberichte von mir über Thailand findest du hier.

Into the Wild

DER Aussteigerfilm schlechthin ist einfach einer der schönsten und bewegendsten Filme, die es für mich gibt. In „Into the Wild“ macht sich der junge Chris McCandless auf und kehrt der Gesellschaft den Rücken. Sein Geld spendet er an Hilfsorganisationen, setzt sich in sein Auto und fährt einfach los. Er fährt quer durch die USA, trifft auf Aussteiger, Hippies und Farmer, arbeitet mal hier, mal dort um zu überleben. Nach 2 Jahren erreicht er Alaska, wo er abgeschiedenen mitten in der Wildnis lebt. Während all dieser Zeit schreibt er Tagebuch, welches Jon Krakauer Jahre später mithilfe von Fotos zu einem Roman rekonstruiert. Von Sean Penn verfilmt und mit einem wunderbaren Soundtrack von Eddie Vedder schafft der Film für mich eine perfekte Stimmung zwischen Hippie-Radikalismus, Aussteigerwunsch und dem Ruf der Wildnis.

Übrigens lohnt sich danach auch das Buch „Wild Truth“ der Schwester von Chris, Carine McCandless.

Mehr Reiseberichte von mir über die USA findest du hier.

Lost in Translation

In „Lost in Translation“ fliegt Bob Harris (Bill Murray), ein älterer Hollywood-Schauspieler, für einige Tage nach Tokio, um einen Werbespot für eine Whiskey-Marke zu drehen. Dort trifft er auf die junge Amerikanerin Charlotte (Scarlett Johansson), die Frau eines berühmten Fotografen, der tagsüber unterwegs ist und arbeitet. Charlotte und Bob verbindet das Gefühl der Verlorenheit in Tokio, gemeinsam streifen sie durch die fremde Stadt und entwickeln eine Freundschaft, die unter normalen Umständen vermutlich nicht entstanden wäre.

Mehr Reiseberichte von mir über Japan findest du hier.

Umweg nach Hause

Das Roadmovie „Umweg nach Hause“ macht gute Laune. Über Umwege macht Ben einen Kurs zum Krankenpfleger und fängt an für die Familie des jungen Trevor zu arbeiten, der an Muskeldystrophie Duchenne leidet. Sie freunden sich an und Ben überredet Trevor schließlich einen Roadtrip durch den Westen der USA zu unternehmen, trotz Behinderung und Angstzuständen.

Mehr Reiseberichte von mir über die USA findest du hier.

Virunga (Dokumentationsfilm)

„Virunga“ ist eigentlich ein Dokumentarfilm, aber spannend wie ein Thriller. Der Virunga-Nationalpark im östlichen Kongo ist eines der letzten Zufluchtsorte der stark vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Eigentlich sollte der Dokumentarfilm „nur“ von der Arbeit der Ranger handeln und wie sie ihr Leben dafür aufs Spiel setzen, die bedrohten Gorillas vor Wilderern zu schützen. Während der Dreharbeiten entwickelte sich die Doku jedoch zu einem echten Thriller: Unter dem Nationalpark befinden sich riesige Erdölvorkommen und schnell wird klar, dass eine britische Erdölfirma lokale Rebellen bezahlt und Mitarbeiter des Parks besticht. Zu guter Letzt eskalieren während der Dreharbeiten die Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und den Rebellen – und machen aus dem Film viel mehr als nur eine Naturdoku.

When Two Worlds Collide  – El Choque de Dos Mundos (Dokumentationsfilm)

„When Two Worlds Collide“ zeigt den Kampf eines indigenen Mannes aus dem Amazonasgebiet für die Erhaltung der Natur und des Lebens im Regenwald Perus. Durch zahlreiche Erdölbohrungen und Pipelines stirbt der Regenwald immer weiter, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, aber auch indigene Gemeinschaften sind bedroht. Alberto Pizango ist das Sprachrohr all jener indigenen Gemeinden und zeigt seinen steinigen Weg für Gerechtigkeit, sowie die schockierende Kriminalisierung der Medien und Politiker der indigenen Bevölkerung. Der Film startete übrigens als Kickstarter-Projekt. Ein absolutes Muss, vor allem für Peru-Fans.

Mehr Reiseberichte von mir über Peru findest du hier.

Tales by Light (Dokumentationsfilm)

Hinter jedem großartigen Foto steckt eine noch großartigere Geschichte. Die Serie „Tales by Light“ zeigt die Entstehung fantastischer Momentaufnahmen aus aller Welt und begleitet die Fotografen auf ihrer Reise rund um den Globus. Die Serie verbindet Fotografie, Fernweh und Abenteuerlust und zeigt die Anstrengungen, die hinter den perfekten Fotos stecken.

Welchen Reisefilm kannst du empfehlen?


Hola, ich bin Anne und liebe das unterwegs-und-draußen sein. In diesem Sommer tauschen wir unsere Wohnung gegen einen Van und reisen quer durch Europa. Vamos!

  1. julia

    12. Januar 2017

    Samsara!!

  2. Julia Leikauf

    12. Februar 2017

    Hi Anne,
    vielen Dank für die vielen tollen Empfehlungen! Da werde ich mich demnächst mal durchgucken ;-) Into the Wild ist auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme <3
    Besonders den Film "Spuren" werd ich mir aus alle Fälle anschauen, denn nachdem ich letztes Jahr selbst im Outback war, denke ich noch so oft wehmütig an diese atemberaubenden Landschaften zurück…

    LG, Julia

    • Anne

      12. Februar 2017

      Hi Julia,
      der Film gefällt dir bestimmt, wenn du selbst im Outback warst. :)
      Viele Grüße
      Anne

  3. Andy

    12. April 2017

    Umweg nach Hause war ein schöner Film. Habe ich abends gemeinsam mit meiner Frau angesehen. Ich persönlich bin nicht so der Fan von dieser Genre an Filmen, aber hin und wieder sieht man sich doch gerne etwas seriöses an.

    Gruß
    Andy

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