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Coimbra in Zentralportugal – Der perfekte Mix aus Tradition und Moderne

Coimbra war unsere erste richtige Stadt in Portugal – und was für eine! Auf unserer Langzeit-Reise in unserem „Rolling Home“ sind wir nämlich von der spanischen Grenze aus nur eine kurze Nacht in der portugiesischen Stadt Guarda gewesen.

Völlig ohne eine Ahnung, was uns dort erwartet, sind wir in Coimbra angekommen und waren von der ersten Sekunde an begeistert. Die Atmosphäre und Gässchen haben uns so fasziniert, dass wir dort statt 1 Nacht gleich 4 Nächte geblieben sind. Aber so gehört sich das ja auch, denn genau dafür machen wir diese Reise: Um in unserem eigenen Tempo Europa zu entdecken. Um weiterzufahren, wenn wir möchten und um dort zu bleiben wo es uns gefällt.

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Inhaltsverzeichnis – in diesem Artikel findet ihr:

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Olá, Coimbra!

Als wir am späten Nachmittag bei Sonnenuntergang in Coimbra eintrudeln, bietet sich uns bereits eine fantastische Sicht auf das, was uns am kommenden Tag erwartet. Die Stadt schlängelt sich in kleinen Gässchen einen Berg hinauf, ganz oben thront die Universität. Die Umrisse spiegeln sich im Fluss Mondego, der die Innenstadt Coimbras von dem hübschen Park trennt, der für die kommenden vier Tage unser Vorgarten war. 

Sehenswertes und Reisetipps für Coimbra

Coimbra zählt zwar zu den größeren Städten Portugals, ist jedoch in Deutschland relativ unbekannt. Die meisten Urlauber und Reisende fliegen meistens eh nur nach Lissabon oder Porto. Oder machen einen Roadtrip die Algarve entlang. Doch das dort, mitten im Zentrum Portugals so ein kleines Juwel voller Traditionen schlummert, das wissen vielleicht die wenigsten Portugal-Reisenden.

In Coimbra treffen Tradition und Moderne zusammen, ohne sich gegenseitig die Show zu stehlen. Auf der einen Seite hat Coimbra dieses wunderschöne, traditionelle alte Stadtzentrum mit hübschen Häuserfassaden und Pastelarias mit ihren Terassen, wo gerne der ein oder andere Espresso getrunken wird. Mitten in der Fußgängerzone gibt es wenige Ketten, sondern kleine Schneidereien, Schuster und Kramläden. Geschäfte, die man in vielen Städten fast gar nicht mehr sieht. Und dazwischen all die Studenten, die scheinen, als wären sie geradewegs aus einem der Harry-Potter-Filme herausgefallen. In ihren schwarze, langen Talaren strömen die Studenten durch die Gassen und singen Lieder ihrer verschiedenen Gruppen und Verbindungen. 

 

Auf der anderen Seite hat Coimbra einen super gepflegten, sehr modernen Park entlang des Mondego Flusses mit modernen Kinderspielplätzen, Fitnessgeräten und der stylischen Brücke. Hier gehen die Menschen joggen, trinken einen Galão an der modernen Flußpromenade oder machen eine dieser fancy Sportarten wie Kanupolo (Handball im Kajak).

Für uns stellte sich Coimbra als einfach perfekt heraus. Nicht zu groß, um sich stundenlang zu verlaufen. Obwohl verlaufen in den kleinen Gassen auch dazu gehört. Doch Coimbra ist ohne Probleme komplett zu Fuß zu erkunden, und das ist schonmal ein großes Plus. Außerdem ist die Stadt nicht zu klein, um nach einem halben Tag schon alles gesehen zu haben. Hinter jeder Ecke lauert ein kleines, romantisches Plätzchen mit einem Straßencafé oder Springbrunnen. Und immer weiter schlängeln die Gässchen durch die traditionellen Häuserreihen immer weiter den Berg hinauf.

Wer Coimbra kennenlernen will, der sollte sich einfach treiben lassen. Denn falsch machen, kann man hier eigentlich nichts. Am Besten beginnt man am Flußufer vom Rio Mondego. Hier beginnt die Fußgängerzone mit Straßencafés und kleinen Lädchen. Am Einfachsten ist, man läuft einmal komplett nach oben, denn die Universitätsgebäude sind zum einen hübsch anzusehen, zum anderen bietet die Universität „Universidade Velha“ ganz oben einen guten Punkt, um die Stadt von dort aus wieder abwärts zu erkunden.

Außerdem findet man alle weiteren Sehenswürdigkeiten von dort aus in unmittelbarer Nähe. Von hier gelangt man ebenfalls zum Jardim Botânico, dem botanischen Garten Coimbras, der im Sommer sicher einen Besuch lohnt. Hier findet man viele verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt. Im Winter sind jedoch einige Teile des Gartens nicht zugänglich (und natürlich blüht es dort nicht so schön wie im Sommer). 

Fans von Kirchen sollten den Kathedrale Sé Velha (alte Kathedrale) und Sé Nova (neue Kathedrale) einen Besuch abstatten.

Am entspanntesten ist es ohnehin, einfach durch die Gassen zu schlendern, hier und dort eine kleine Pasteis de Nata-Pause einzulegen und den Ausblick zu genießen.

Stellplatz in Coimbra – Mit dem Wohnmobil oder Camper Van stadtnah übernachten

Hoteltipps kann ich euch in Coimbra leider keine aus erster Hand verraten, schließlich haben wir unser Zuhause immer mit dabei, und müssen es nur auf einem Parkplatz abstellen. Dafür gibt es in Coimbra aber einen ganz besonders schönen Stellplatzplatz: Direkt am Park gelegen, kann man sein Wohnmobil zu vielen anderen gesellen. Zugegeben, hier kann es schonmal voll werden. Der Platz ist allerdings groß und bietet genug Platz, wir hatten jedenfalls keine Probleme. Die meisten Wohnmobilisten sind hier Portugiesen, daneben gibt es einige Franzosen und Deutsche.

Das Beste an diesem (offiziellen) Stellplatz: Er ist gratis. Es gibt zwar keinen Strom, doch die Möglichkeit Frischwasser zu tanken, das ist ja auch schonmal was ;-) Und vor allem liegt er direkt an diesem wirklich tollen Park, perfekt für den Hund oder um den Abend am Fluß ausklingen zu lassen.

Unsere Restauranttipps für Coimbra – Pastel de Nata, Galão, Vino und mehr

Maria Portuguesa
Rua Joaquim António de Aguiar, N°128 – Coimbra
Ein sehr schönes Restaurant ganz in der Nähe der alten Kathedrale von Coimbra. Hier gibt gibt es genügend Auswahl sowohl für Fleischesser, Vegetarier und Veganer. Sehr zu empfehlen (für Vegetarier) sind die Quiche, Fleischesser werden mit der typisch portugiesischen Salchicha-Wurst glücklich, die Live am Tisch (selbst) über einem kleinen Feuer gebraten wird. Die Terrasse ist gemütlich und man kann dort auch mit Hund sitzen.

Nicht zu empfehlen ist übrigens das Restaurant Sé Velha direkt daneben. Leider ist der Kellner dort so aufdringlich, dass man schnell in die Falle tappt, vor allem, weil er von jeder Sprache ein paar Fetzen spricht und so Touristen happy sind, wenn sie einfach bestellen können. Wir haben dort einmal zu Mittag gegessen und würden es nicht unbedingt weiterempfehlen, weil es einfach nicht lecker war.

The World Needs Nata
Rua Ferreira Borges N° 48 – Coimbra
The World Needs Nata ist eine Café-Kette und eigentlich nichts besonderes. Doch die Natas schmecken dort wirklich gut und sind meistens noch ganz frisch und warm. Sich dort hinzusetzen lohnt sich nicht. Aber man kann sich eine Portion „Nata“ mit auf die Coimbra-Erkundungstour nehmen, denn das Café befindet sich direkt am Anfang in der Fußgängerzone.

Pastelaria Toledo
Largo da Portagem 15 – Coimbra
Direkt am Anfang der Fußgängerzone gelegen, am Platz Largo da Portagem, bietet dieses Café in den letzten Nachmittagsstunden noch schöne Sonne, während manche andere Cafés in den engen Gässchen schon im Schatten liegen. Gut zum Leute beobachten, Nata essen und Galao trinken.

Passaporte – Lounge Terrace
R. da Couraça Estrela
Wunderschöne Sonnenterasse mit toller Aussicht über den Mondego Fluss. Leider sind Hunde dort oben nicht erlaubt, auch nicht auf der Terasse. Ein schnelles Foto haben wir dennoch geschossen.

 

Anfahrt: So gelangt man nach Coimbra

Mit dem eigenen Auto / Camper / Wohnmobil: Coimbra liegt im Zentrum Portugals. Wir sind von Osten aus angereist und somit über die IP-3 gefahren. Die Straßen ziehen sich um die Berge und Hügel, es geht rauf und runter, vor allem ist es kurvig. Der Weg macht tagsüber Spaß, nachts ist er vielleicht nicht ganz so entspannt.

Nach Porto kommt man über die IC-2 (nach Norden) in ca. 2 Stunden (mautfrei). Nach Lissabon dauert es ca 3 1/2 Stunden über die IC-2 (nach Süden, mautfrei). Will man von Coimbra aus an die Küste, fährt man am schnellsten nach Figuera da Foz in ca. 45 Minuten (mautfrei, N341, N111 und A14).

Mit der Bahn: In Coimbra gibt es 2 Bahnhöfe. Ankommen tut man wohl meistens am Bahnhof Coimbra B (Estaçao Velha), da dort die Verbindung nach Lissabon und Porto besteht. Von dort fährt man weiter zum innerstädtischen Bahnhof Coimbra A.

 

 


Hola, ich bin Anne und liebe das unterwegs-und-draußen sein. In diesem Sommer tauschen wir unsere Wohnung gegen einen Van und reisen quer durch Europa. Vamos!

  1. Bessem

    3. Dezember 2017

    Ich will demnächst nach Portugal, durch euren Beitrag ist Coimbra auf meiner Liste gelandet. Ich kannte vorher die Stadt nicht.
    Danke!

    • Anne

      4. Dezember 2017

      Hallo Bessem,

      danke für deinen Kommentar. Wir kannten die Stadt vorher auch nicht, aber waren wirklich begeistert. Vor allem, wenn man im Wohnmobil unterwegs ist und so schön und stadtnah parken kann, lohnt sich der Ort sehr :)

      Viel Spaß auf deiner Reise und liebe Grüße
      Anne

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