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Viel London in 3 Tagen – Reisetipps für einen Städtetrip ganz ohne Stress

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London ganz ohne Regenjacke? Das geht wohl am besten im Hochsommer. Mich hat London mit perfekten 24 Grad, Sonne und keinem einzigen Regentröpfchen empfangen. Und ich kann euch sagen: 3 Tage in London, das lohnt sich wirklich! In diesem Artikel verrate ich euch also meine Reisetipps für einen Kurztrip nach London inklusive Planung für drei tolle Tage von Sightseeing bis Streetart-Tour. Fertig? Na gut, dann los!

Wie fliege ich einfach und günstig nach London?

Günstige Flüge nach London bekommt man wenn man früh genug bucht tatsächlich schon zum Schnäppchenpreis. Ich habe nur 9,90 €/Flug auf der Strecke Düsseldorf/Weeze – London Stansted bezahlt. Somit hat mich der Flug hin- und zurück keine 20 € gekostet und innerhalb von 55 Minuten ist man in Stansted. Kann man mal machen ;-) Gebucht haben wir übrigens 2 Monate vor Abflug.

Wichtig: Bei Ryanair ist Handgepäck inklusive, Aufgabegepäck aber dementsprechend teuer. Aber wer braucht bei einem kurzen Citytrip schon mehr als nur Handgepäck? Außerdem erspart das langes Warten am Check-In und Gepäckband. Apropos Check-In: Online Check-In ist bei Ryanair quasi Pflicht. Alles andere wird teuer.

Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?

Von Stansted aus nehmt am besten den easybus, den ihr schon im Vorfeld online buchen könnt. Das ist eine sehr einfache, schnelle und recht günstige Möglichkeit um problemlos ins Stadtzentrum zu gelangen. Der Bus fährt ungefähr halbstündlich und fast rund um die Uhr. Außerdem ist es ein Kleinbus, der nur an Start- und Endpunkten hält. Daher ist man wirklich flott in London. Der easybus fährt übrigens alle drei Flughäfen außerhalb Londons an: London-Gatwick, London-Stansted und London-Luton. Von Stansted aus könnt ihr entweder den Bus nach Westend zur Baker Street nehmen, oder ins Stadtzentrum zur Old Street. Somit landet ihr direkt im Herzen des angesagten Szenekiezes Shoreditch. Vorbuchen lohnt sich hier übrigens. Desto später man bucht, desto teurer sind die Tickets. Wir haben jeweils so um die 8 Pounds/Strecke bezahlt (Fahrzeit ca. 1 1/2 Stunden).

Geld: Wie abheben und wie viel einplanen?

Ich benutze immer noch sehr zufrieden meine DKB-Karte, die mal wieder in London beste Dienste getan hat. Daran denken, vorher Geld von der EC-Karte auf die VISA-Karte zu überweisen, damit man nicht plötzlich ohne Cash dasteht. Ansonsten kann man wie gewohnt überall umsonst Geld abheben, auch direkt am Flughafen. So ist man ab der Landung sofort mit Pounds versorgt.

London ist übrigens schweineteuer. Was ihr beim Flug spart, zahlt ihr spätestens bei Ausflügen, Tickets oder Essen wieder drauf. Eine Tageskarte für die Tube kostet 12 Pfund (ca. 17 Euro), einfaches Essen auf einem Food Market zwischen 5 und 7 Pfund (7-10 €).

Mit 50€/ Tag würde ich also mindestens rechnen.

Unterkunft in London: Wo wohnen?

Ich hatte eine echte Premiere in London: Ich habe zum ersten Mal Airbnb genutzt und fand es wirklich toll! Denn auch Londoner Hotelpreise sind nicht ohne, und so muss man entweder einfach mehr Geld ausgeben, oder sich Alternativen suchen. Hotels findet ihr z.B. bei Booking, für richtige Sparfüchse könnte sonst Couchsurfing noch eine Option sein. Für uns hat sich Airbnb als eine richtig gute Alternative für einen Citytrip nach London herausgestellt.

Prinzipiell ist mir folgendes bei einer Städtereise wichtig:

  • zentrale Lage
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • positive Bewertungen des Gastgebers bei Airbnb
  • netter Kontakt zum Gastgeber und einfache Kommunikation

Wir haben uns also ein nettes Zimmer im Londoner East End gesucht, ganz in der Nähe der Tube-Station Old Street. Wir konnten hier in einer schicken WG von drei Spaniern wohnen, die seit einigen Jahren in London leben und arbeiten. Die Wohnung war schön groß, hatte etwas Loft-artiges und war künstlerisch-minimalistisch eingerichtet. Der Kontakt zu Jose, unserem Gastgeber war wirklich einfach und nett. Von ihm hatten wir auch den heißen Tipp mit dem easybus bekommen. Außerdem durften wir unser Gepäck den ganzen letzten Tag bei ihm lagern um es nicht die ganze Zeit mit uns rumzuschleppen.

Wenn ihr Airbnb auch mal testen wollt, dann könnt ihr euch übrigens hier anmelden und einen 23 € Gutschein für eure erste Buchung absahnen.

Tipps zum Geld sparen in London

  • Küche im Apartment nutzen:
    Neben einer preiswerten Unterkunft ist es immer praktisch darauf zu achten, dass ihr in eurem Apartment auch die Küche mitbenutzen dürft. So könnt ihr bei Bedarf auch „zu Hause“ etwas kochen. Mindestens Frühstücken kann man sich da außerhalb schon mal sparen.
  • Stadtteile nach Tagen einteilen:
    Überlegt euch am Anfang eurer Reise, was ihr alles sehen wollt, und ob es wirklich nötig ist, sich für jeden Tag ein Ticket für die Tube zu kaufen. Am Besten plant ihr einen Tag für Sightseeing ein, und einen gesamten Tag nur für das Londoner East End. Das kann man nämlich auch wunderbar einfach zu Fuß erkunden.
  • Studenten sollten ihr Studi-Ticket immer dabei haben. Das kann euch bei einigen Eintritten bares Geld sparen.
  • Auswärts Essen ist eigentlich fast immer teuer. Eine super Alternative sind da die Foodmärkte in London. Täglich gibt es davon in der Stadt verteilt mehrere. Einfach mal googlen. Ich finde übrigens auch diese Seite super, um zu sehen, was in der Stadt so los ist.

3 Tage London: Wohin fahren und was wann sehen?

Tag 1: Sightseeing in Londons Innenstadt

London ist wahnsinnig vielseitig und hat wirklich viel zu bieten. Aber klaro, wenn man das erste Mal in so einer Metropole wie London ist, dann will man vielleicht auch die typische Sightseeing-Nummer machen. Wir sind zuerst von unserer Unterkunft im East End zum Leicester Square gefahren, haben uns mit Chunky-Monkey-Eis gestärkt um von da aus südwestlich durch die Londoner Innenstadt vorzuarbeiten: Picadilly Circus, National Gallery, Westminster Abbey und Big Ben. Das London Eye haben wir dann doch nur von außen bestaunt, die Schlange war uns einfach zu lang. Von dort aus sind wir ein Stück mit der Tube bis zur Tower Bridge gefahren, am Tower of London vorbei und schließlich wieder zurück zu unserem Apartment ins East End.
Wer an einem Donnerstagabend in London ist, der sollte unbedingt zum Camden Markt fahren!

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Tag 2: Das East End entdecken

Wer auf Multikulti, leckeres Essen und Streetart steht (und wer tut das bitte nicht?!), für den ist ein Besuch im bunten East End Pflicht. Das Viertel Shoreditch im East End ist geprägt von netten kleinen Bars, Cafés, bunten Mauern und Hipstern. Mir als Berlinerin sind die übrigens gar nicht so aufgefallen ;-) Auf Instagram habe ich unsere bunte Tour durch Shoreditch übrigens dokumentiert, schaut doch mal rein.

Euren Spaziergang durch das East End könnt ihr am besten an der Station Liverpool Street starten. An dem geschichtsträchtigen Bahnhof ist in der Vergangenheit so einiges passiert, beispielsweise kamen hier während des zweiten Weltkriegs jüdische Kinder aus ganz Deutschland an, die in London bei jüdischen Familien untergebracht wurden. Das Denkmal dazu findet sich auf dem Vorplatz der Station. Noch lange vor der Zeit des Bahnhofs stand an dieser Stelle das Bethlem Royal Hospital, eine psychiatrische Klinik, die im 17. und 18. Jahrhundert für ihre menschenunwürdigen Verhältnisse bekannt war. Viele Insassen wurden als „vom Teufel besessen“ bezeichnet. Von alldem ist absolut nichts mehr zu sehen, außer einer kleinen Informationstafel an der rechten Seite des Bahnhofs.

In der Nähe des Bahnhofs befindet sich übrigens auch der Pub „Dirty Dicks“, der nach dem Kaufmann Dirty Dick benannt ist, der im 18. Jahrhundert in dem Haus wohnte. Der arme Kerl hatte eine ziemlich tragische Lebensgeschichte, denn seine Verlobte starb in der Nacht vor ihrer Hochzeit, und über diesen Verlust ist er wohl nie hinweggekommen. Er hörte einfach auf sich zu waschen oder umzuziehen, und seine Kleider vergammelten quasi an seinem Körper. Daher sein Spitzname „Dirty Dick“, der ihn zur Kultfigur des East Ends machte. Außerdem könnt ihr euch auf den Spuren Jack the Rippers durch das East End machen.

Wer mehr über das geschichtsträchtige East End erfahren möchte, für den lohnt sich vielleicht auch eine geführte 2-stündige Tour.

Für alle, die eigentlich nur schöne Graffitis suchen wollen, oder mal einen echten Banksy sehen möchten, die sollten sich einfach durch das hippe Viertel Shoreditch treiben lassen. Rund um die Brick Lane finden sich in vielen Seitenstraßen tolle Kunstwerke, guter Ausgangspunkt ist auch die Statioon Shoreditch High Street. Immer mal wieder in die Hinterhöfe lugen. Da lauern die größten Schätze. Wer jetzt kennt, ach, Streetart in London kenn ich doch schon, der sollte trotzdem immer mal wieder hinfahren. Denn das Straßenbild ändert sich ständig und es kommen immer wieder tolle neue Künstler aus der ganzen Welt hinzu.

Anekdotique und Black Dots White Spots waren übrigens auch schon in Shoreditch auf Streetart-Jagd und haben tolle Fotos mitgebracht.

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Tag 3: Alles, nur kein Stress. 

Für den dritten Tag habe ich mir bewusst nicht viel vorgenommen. Einmal noch am Buckingham Palace vorbei und ein bisschen im Park chillen, die Beine hochlegen. Irgendwo einen leckeren Smoothie trinken. Bloß nicht zu viel Stress. Lieber nochmal durch ein paar Läden streifen, den liebsten was kaufen.

Wer übrigens erst am nächsten Morgen ganz früh fährt und sich für die paar Stunden ein Hotel sparen will, der kann sich ja die Nacht über ins Londoner Nachtleben stürzen.

Wer von all dem Gelaufe der letzten Tage schwere Beine hat, der setzt sich vielleicht lieber in eines der vielen Kinos und genießt wie wir eine fast leere Nachtvorstellung. Denn, wann hat man in einer Metropole wie London schon einen Kinosaal quasi für sich alleine?

Ihr sucht noch einen Tipp für einen netten Abend in London? Dann fahrt doch zum Camden Market, ein Paradies für Street Food Fans. 

Mehr hilfreiche London-Tipps gibt’s übrigens auch hier:

Vielen Dank an Airbnb, die uns zum Schlafen in London eingeladen haben. Auf meine Meinung hatte dies aber selbstverständlich keinen Einfluss.

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