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Backpacking Tipps #4: Günstig schlafen auf Reisen – 6 Alternativen zum Hostel

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Backpacking – Tipps

Hier ist er also: der Backpacking Guide für Einsteiger. Die 10-teilige Blogpostserie behandelt alles Wichtige vom perfekten Backpacking-Landvon verschiedenen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen bis zur konkreten Reisevorbereitung. 

Nicht nur für Newbie-Backpacker, sondern auch für erfahrene Rucksackreisende gibt’s hier Tipps, Anregungen und Hilfestellung um die nächste Reise perfekt vorzubereiten.

Lies‘ auch unbedingt:

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Backpacking Tipps #4:
Günstig schlafen auf Reisen – 6 Alternativen zum Hostel

In einem Hostel hat wohl fast jeder Backpacker in seinem Leben mal geschlafen. Ich suche Hostels meistens bei Hostelworld oder Hostelbookers. In Hostels ist immer was los, man lernt neue Leute kennen, es ist einigermaßen günstig und es gibt oft eine Küche wo man billig selbst kochen kann. 

Gemeinschaftsküche mit Blick auf den Titicacasee, Peru.

Gemeinschaftsküche mit Blick auf den Titicacasee, Peru.

... oder frühstücken am Pool in Iguazu, Argentinien?

… oder frühstücken am Pool in Iguazu, Argentinien?

Viele, viele Vorteile. Aber: Sind Hostels wirklich die günstigste Möglichkeit zu verreisen?

Du solltest dich vor allem fragen, was du wirklich brauchst, und was einfach Luxus wäre.

  • Reist du alleine oder zu zweit?
  • Brauchst du ein eigenes Zimmer oder reicht dir ein Schlafsaal?
  • Brauchst du eine Küche?
  • Brauchst du Frühstück inklusive?
  • Brauchst du ein eigenes Badezimmer?

Wenn dir ein Gemeinschaftbad und ein Schlafsaal reicht und du gerne mit anderen in der Gemeinschaftsküche frühstückst, dann bist du in einem Hostel gut aufgehoben. 

Bei mir war das lange so. Aber wenn du anfängst mit deinem Partner zu verreisen, dann wünscht man sich … nun ja, manchmal ein bisschen Privatsphäre.

Hostels bucht man meistens pro Person. Und da sind Hostels sehr oft nicht die billigste Option.

Darum gibt’s hier 6 Alternativen zum Übernachten im Hostel.

Hotel

In Paris hatten wir richtig Glück und haben ein eingermaßen günstiges zentrales Hotel am Montmatre mit Blick auf den Eiffelturm gehabt.

In Paris hatten wir richtig Glück und haben ein eingermaßen günstiges zentrales Hotel am Montmatre mit Blick auf den Eiffelturm gehabt.

Allein das Wort Hotel klingt deutlich teurer als Hostel, oder? Allerdings ist dem oftmals nicht so, wenn du zu zweit reist. Ich habe schon oft günstigere Doppelzimmer gefunden als 2 Betten im Hostelschlafsaal.

Und ich bin ein großer Fan von Booking.Da werden oftmals wirklich gute Angebote rausgehauen, vor allem die Secret Deals sind richtige Knaller, die kannst du dir allerdings nur anschauen, wenn du den Newsletter abonnierst. Booking bietet viele Specials und Rabatte, es lohnt sich sich da anzumelden.

Nachtbusse

Habe ich schon oft gemacht und in Südamerika lieben gelernt: Nachtbusse! Während du schläfst vergeht die Fahrt quasi im Flug. Win-Win! Zumindest in Peru sind Nachtbusse günstig, sicher und komfortabel. Ja, quasi luxuriös. Oder wo hast du sonst einen 180° neigbaren Fernsehsessel + Decke und Kopfkissen, Fernsehen mit den neuesten Kinofilmen, Wifi, Abendessen und einen gute Nacht-Tee inklusive? Vor allem wenn man lange Strecken überbrücken muss absolut zu empfehlen!

Airbnb

Nie getestet, aber viel gutes von gehört. Bei Airbnb mietest du wahlweise ein Zimmer, ganzes Apartment oder ein komplettes Haus, oftmals günstiger als eine Ferienwohnung. Hier findest du alles, vom kleinen Studi-Zimmer bis zur kompletten Villa am Meer. Ich habe bisher noch keine Airbnb-Erfahrung gemacht, werde es aber bei meiner nächsten Städtetour definitiv mal testen.

Couchsurfing

Ist eigentlich ein wenig wie Air B’n’B, nur zahlst du hier nix. Für ein paar Tage nistest du dich auf der Couch (oder wenn du Glück hast im Gästezimmer) deines Gastgebers ein: Für umsonst! Couchsurfing ist echt eine extrem coole Sache: Du zahlst nichts, hast Kontakt zu Locals die dir Tipps geben oder dich rumführen und kennst wieder eine Seele mehr auf der Welt, die Reisende aus aller Welt empfängt. Ich kenne beide Seiten, die der Couchsurferin und die des Gastgebers, und habe nur positive Erfahrungen gemacht. Außerdem ist die Couchsurfing-Community extrem groß und es finden regelmäßig Events statt, einfach umsonst anmelden und los surfen!

Camping

Meiner Erfahrung nach die geilste Möglichkeit überhaupt zu verreisen. Ich liebe es im Zelt zu schlafen. Ein Zelt hat so was … Freies. Man ist draußen in der Natur, hört Nachts Grillen zirpen und morgens Vögel zwitschern. Und irgendwie hat man trotzdem seine kleine Höhle wo man reinkrabbeln kann und seine Privatsphäre hat. Ich LIEBE es. 

Campingplätze befinden sich oft etwas außerhalb, ich habe aber auch schon sehr zentral gecampt, zum Beispiel in Amsterdam

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Flughafen

Zugegeben, es klingt ziemlich unbequem und das ist es meistens auch. Aber ganz ehrlich, wenn du am nächsten Morgen sehr früh einen Flug kriegen musst oder erst richtig spät abends ankommst, dann lohnt sich ein Hostel preislich meistens einfach nicht. Ich habe es selbst schon gemacht, und so schlimm ist es echt nicht. Ich würde mich nicht dran gewöhnen wollen, aber für eine Nacht geht das wirklich klar. Hier findest du 10 Tipps, wie du sicherer im Flughafen übernachtest. Und wenn du nicht pennen kannst, dann kannst du immer noch andere Dinge tun, so wie dieser Typ hier.

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Inspiration gefunden? 

In Teil 5: Impfungen und Reiseversicherung geht es um den eher lästigen Teil deiner Vorbereitung. Warum du dich dem Thema trotzdem intensiv widmen solltest und wie das am einfachsten geht, erfährst du im nächsten Artikel.  

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Wo übernachtest du wenn du auf Reisen bist? Rein mit deinen Tipps in die Kommentare!

 

Titelbild Bildrecht: © dfinnecy – Flickr

12 Comments

  • Corinna sagt:

    Klare Sache! Nächstes Reiseziel: PERU! Nur wegen der Nachtbusse! Super Tipp! Danke!

    • Anne sagt:

      Die Nachtbusse sind der Wahnsinn! 8 Stunden Fahrt kosten dich zum Beispiel knappe 20 Euro in der Mega-Luxus-Variante. Ein Traum <3
      Wenn du noch Tipps zu Peru brauchst, melde dich gerne bei mir. Ich würde mich fast als Peru-Expertin outen, schließlich habe ich es geschafft einen peruanischen Hund + Mann zu bändigen ;-)

  • Myriam sagt:

    Hallo Anne,
    das sind sehr gute Tipps. Von Airbnb habe ich noch nie etwas gehört, es klingt aber gut und für mich attraktiver als couchsurfing.
    Ich hätte noch 2 weitere Ideen. Anstelle von Nachtbussen und Flügen kann man auch einfach mal mit der Fähre über die sieben Meere schippern. Von Livorno nach Bastia haben wir für die Übernachtung auf der Fähre nur 10 Euro inkl. Frühstück zzgl. zur Überfahrt bezahlt. Viele Fährgesellschaften bieten Kabinen für die Übernachtung recht günstig an.
    Und mein 2. Tipp, allerdings nur innerhalb Deutschlands getestet: Für günstige Unterkünfte einfach nicht im Internet suchen, sondern direkt im Tourismusbüro anrufen. Manche ältere Ehepaare vermieten sehr günstig ihre Zimmer, die werden aber nicht im Internet angeboten, sondern sind nur in den lokalen Touristeninformationen gelistet. So habe ich mal eine sehr günstige Unterkunft in einem wunderschönen alten Haus in Freiburg bekommen.

    LG Myri

    PS: Ich bin zwar eine recht neue Leserin, aber dafür habe ich schon sehr viel Inspiration auf deinem Blog gefunden und freue mich auf weitere Berichte und Tipps von dir :)

    • Anne sagt:

      Hallo Myriam! Danke für deinen netten Kommentar! Deine beiden Tipps sind super! Auf einer Fähre habe ich auch schon mal geschlafen, aber der Tipp mit den Tourismusbehörden find ich super! Wäre ich nicht drauf gekommen, danke für’s Teilen.
      Freut mich, dass dir mein Blog gefällt, schau einfach häufiger mal rein :)
      Liebe Grüße

  • Boris sagt:

    Das mit den Nachtbussen habe ich früher mehrere Male probiert, allerdings finde ich, dass man in denen einfach nicht vernünftig schlafen kann (und anschließend nicht selten auch nur hier und da Verspannungen hat) und demensprechend unausgeschlafen rumläuft.

    Beim Couchsurfing sehe einen kleinen Nachteil darin, dass man sich (teils) stark am Gastgeber orientieren muss (man hat also nicht die ultimative Freiheit ;)

    Was Hotels angeht, kann man den Preis drücken, indem man eins außerhalb des Zentrums bucht. Mit Hostels habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht – allerdings stets in privaten Räumen (in Schlafsälen wird man andauert durch ankomende/weggehende Leute, etc. geweckt.

    Camping ist super, vor allem in Schweden, Norwegen und Finnland (Jedermannsrecht!), allerdings muss man da Abstriche in Sachen Komfort machen ( ;) ) und wenn es durchgehend regnet ist es auch nicht so schön.

    Am Flughafen ist es oft schwierig ne Bank/mehrere Sitze zu finden, auf denen man sich komplett ausstrecken und schlafen kann – vernüftigen Schlaf findet man auch so kaum (einmal aber definitiv auszuhalten).

    LG,

    Boris

    • Anne sagt:

      Hallo Boris!
      Wo bist du mit den Bussen gefahren? Ich war extrem überrascht wie gut man da schlafen kann. Die heutigen Busse in Südamerika zum Beispiel sind extrem komfortabel, manchmal hast du sogar deinen eigenen Flatscreen (wie im Flugzeug) wo du zwischen Filmen usw. wählen kannst. Da ist Europa noch weit, weit hinterher…
      Naja, also ich denke man muss einfach davon ausgehen, dass man (was auch immer man tut) einige Abstriche zu machen hat was den Komfort angeht.
      Natürlich muss man beim Couchsurfing Rücksicht auf seine Gastgeber nehmen, aber hey, du übernachtest umsonst in ihrem privaten Wohnraum. Ich denke da ist ein bisschen Rücksicht eigentlich kein Problem ;-) Ich habe auch noch niemandem beim Couchsurfing getroffen, der mir unsympathisch war.
      Die Flughafenlösung ist denke ich definitiv eine Sache, die man nicht länger als 1 Nacht aushält. Mehr würde ich es auf jeden Fall nicht machen ;-)
      Danke für deinen Kommentar und viele Grüße!

  • Boris sagt:

    Ich bin nur in Brasilien (ansonsten) in Europa mit Bussen gefahren… Ansonsten hast Du natürlich vollkommen Recht, was die Abstriche beim Komfort und die Rücksichtnahme beim Couchsurfing angeht. Wo hast Du eigentlich schon überall gezeltet?

    • Anne sagt:

      Hey Boris!
      Abgesehen von den unzähligen Trips in meiner Kindheit, habe ich vor allem in Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Holland, Deutschland und sogar Peru gezeltet. Nordeuropa fehlt mir bisher komplett. Ich bin eher so der 30°C+Typ, viel Sonne, und vieeel Strand. Aber ich glaube Norwegen, Schweden und Co wären mal eine super Erfahrung!

  • Pasquale sagt:

    Hi,

    ich habe ja noch nicht soo viel Backpacker Erfahrungen. In Argentinien und Chile (meine erste große Reise als Backpacker) habe ich fast alles getestet: 3,5 Sterne Hotel, Hostel im Einzelzimmer, Nachtbus (naja 18 Stunden Busfahrt). Ich bin zwar eher der introvatierte Typ aber im Einzelzimmer fühle ich mich trotzdem nicht so wohl. Rückzug finde ich eher am einsamen Strand.

    Mein Fazit: Ein Hotel brauche ich nicht und ich nehme lieber den Schlafsaal im top Hostel als ein mini Einzelzimmer.
    Nachtbusse würde ich nur nehme wenn sie max. 10 oder 12 Stunden fahren. Von Buenos Aires bin ich spontan zu den Wasserfällen von Igauzu gefahren, nebenbei die beste Erfahrung in meinem Leben. Der Bus hin fuhr 18 Stunden und zurück 20 Stunden. Trotz der super bequemen Semi-Cama Sitze war das nur nervig. Vielleicht habe ich das falsche Busunternehmen gewählt aber die Verpflegung war ein kleines, warmes Abendessen und zwei Becher Limo. Ich dachte da wäre ein Service wie im Flieger und bin fast verdurstet (ich hatte dummerweise nix dabei). Außerdem gab es auf der Strecke aber auch gar nix zu sehen.

    Das erste Bild ist ja der Hammer. :) Da hätte ich spontan an ein 3-4 Sterne Hotel gedacht bei dem Ausblick.

    • Anne sagt:

      Wow, na ich finde du hast doch schon wirklich viel ausprobiert! Ich denke, wenn ich alleine reisen würde, ginge es mir so wie dir. Aber zu zweit freut man sich dann auch mal auf ein bisschen Zweisamkeit ;-)
      Die Fahrt von Iguazu nach Buenos Aires habe ich auch gemacht. Ich erinnere mich nicht mehr an das Busunternehmen, aber ich fand es ganz ok. Es war nicht so gut wie in Peru, aber auszuhalten. 20 Stunden ist natürlich auch echt ne lange Fahrt. Ich denke alles ab 12 Stunden kommt einem ziemlich lange vor. Aber ganz ehrlich, man spart meistens so viel Geld gegenüber dem fliegen, es ist umweltschonender, und man spart sich eine Nacht Hostel. Ich finde es für ab und an ziemlich praktisch.

  • Lara sagt:

    Hach herrlich, ich bin quasi gerade aus Ecuador zurück und plane jetzt schon wieder wo es als nächstes hin gehen soll.
    Auf dem Flughafen habe ich zwar noch nicht genächtig, dafür am Busterminal – war auch gar nicht so schlimm, ich freue mich schon auf den nächsten Trip!

    • Anne sagt:

      Busterminal in Ecuador? Dann hoffentlich drinnen ;-)
      Habe mal in Peru an einem Busterminal geschlafen, das war nicht so lustig und die Securities haben uns nachher drinnen schlafen lassen statt davor.

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